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Unterhaltung pur mit Jugendpower

Zeitungsartikel vom 30. 04.2007

Hans Blaser

Unterhaltung pur mit Jugendpower

Flumenthal Musikgesellschaft konzertierte unter viel Applaus in der Mehrzweckhalle

Obwohl die offizielle Feier erst im August stattfindet, wusste die Musikgesellschaft Flumenthal ihr 100-jähriges Bestehen auch am Samstag mit einem äusserst gelungenen Konzert zu feiern. Die musikalischen Darbietungen und das anschliessende Lustspiel sorgten für Stimmung und viel Applaus.

Erst heizten die Jungbläserinnen und Jungbläser der Musikgesellschaft Flumenthal dem Publikum ein und bereiteten es so auf den Auftritt der «Grossen» vor. Diese wiederum begannen ihren Auftritt mit «Fanfare und Hymnus 2007», einem Stück ihres neuen Dirigenten Martin Lehmann zu ihrem Vereinsjubiläum. Auch wenn das Klarinettenregister noch eine Spur selbstsicherer hätte auftreten können, wirkte der Klangkörper insgesamt recht ausgeglichen. So kamen sowohl «Rondo alla Turca» von Wolfgang Amadeus Mozart wie «Besuch bei Offenbach» gut zur Geltung. Bei «Marche des Régiments» fiel erstmals das beachtlich gespielte Piccolo von Natalie Stampfli auf.

Mit weichen und warmen Klängen erfreuten die Euphonien. Luca Portmann auf dem Tenorsax und Heinrich Haldemann auf der B-Tuba wussten die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zu lenken. Für Paul Winklers «Der Teufelsbassist» gab es tosenden Applaus. Viel Beifall ernteten auch die drei Moderatorinnen. Mit gesundem Selbstvertrauen bewiesen Nadine Wyss, Sara Steiner und Céline Flück Fantasie und Spielfreude.

Hörens-, aber auch Sehenswertes

Dass die Gesellschaft unter Martin Lehmann mit Unterhaltung etwas anzufangen weiss, zeigte der zweite Konzertteil. Das bewiesen Titel wie die Sebregts-Bearbeitung «Abba Gold» oder Dorsets «In the Summertime». Mit Leroy Andersons «Sandpaper Ballet» fand auch eine amüsante und exklusive Musiknummer Eingang ins Programm. Die Perkussionisten sorgten dafür, dass nicht nur Hörenswertes, sondern auch Sehenswertes auf die Bühne kam. Mit Wim Laseroms Marsch «Atlanta 96», mit einem präzise gespielten Piccolo verziert, sollte das offizielle Programm eigentlich enden.

Aber das wache Publikum verlangte nach Zugaben. Die erste wurde ihm mit einem Abstecher in die traditionelle Volksmusik, nämlich mit «Im Oerglihuus», geboten. Die zweite könnte man fast als hauseigen bezeichnen. Den «Walter Weber Marsch» liess die Gesellschaft bei Charlie Schmid zu Ehren ihres ehemaligen Dirigenten komponieren. Mit dem «Geburtstagsmarsch» beschloss die MG Flumenthal den musikalischen Teil ihres Konzertes endgültig. Damit trug sie auch musikalisch doch noch zu ihrem Motto «100 Johr Musig» bei. Feiern wird sie ihr Jubiläum allerdings erst im August.

Lacher und Applaus

Die Musikgesellschaft Flumenthal verfügt auch über eine eigene Theatergruppe. Diese brachte anschliessend noch ein einaktiges Lustspiel auf die Bühne. Alle sechs Rollen des neuzeitlichen Stückes «Soilirenne» wurden bewusst stark überzeichnet. Damit traf sie offenbar den Geschmack des Publikums. Das bewiesen die Lacher und der Applaus.

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